Kirche

... unser Raum für Gottesdienste, Stille und Gebet und mehr ...

Unsere Kirche wurde 1786 an Stelle einer zu kleinen, baufällig gewordenen Kirche neu errichtet. Für die Menschen damals muss es eine enorme Anstrengung gewesen sein, diese erstaunlich große Kirche zu erbauen.

Unsere Kirche steht mitten Dorf, um sie herum ein großes Grundstück, das früher bestimmt einmal Friedhof war, eingefasst von einer breiten Mauer, die nur noch zum Teil als mächtige Wehrmauer zu erkennen ist.

Tritt man in die Kirche ein, begegnet einem ein beeindruckend großer, schlichter Kirchenraum, der Ausdruck des reformiert geprägten Glaubens der Gemeinde ist. Nichts soll hier vom Hören des Worte Gottes ablenken. Groß und mächtig an der Stirnwand die Kanzel, sichtbarer Ausdruck, dass hier die Predigt im Mittelpunkt steht.

Ältere Gemeindemitglieder berichten, dass früher ein schwarzes Tuch über dem Altar hing, das sogar das in der Mitte eingelassene Kruzifix bedeckte. Dies stammt wahrscheinlich aus der Vorgängerkirche und ist das älteste - und wenn man den Begriff eng fasst - einzige Kunstwerk in unserer Kirche, wohl im Übergang von der Romanik zur Gotik entstanden. Der Christus ist nicht mehr romanisch, streng gerade dargestellt. Er neigt leicht den Kopf als Ausdruck des Leidens und des Schmerzes. Ihn geradezu zu verstecken erscheint uns heute kaum mehr möglich. Die Gemeinde ist nicht mehr streng reformiert orientiert, führt diesen Zusatz auch nicht mehr in ihrem Namen.

Die Ergänzung des Altarraums mit einem Lesepult, mit dem Hirtenmotiv und den Weinranken und einem Ständer für die Taufschale ist nicht unbedingt Ausdruck eines veränderten Gottesdienstverständnisses. Als man sich dafür entschied, folgte man wohl eher ganz praktischen Bedürfnissen. Beide Stücke sind nach der Renovierung nun keine Fremdkörper in unserer Kirche. Das Pult ist dem "alten" nachempfunden, aber in Form und Farbgebung in die Gesamtgestaltung integriert. Der Ständer für das Taufbecken wurde übermalt und die Intarsienarbeiten mit einem Deckel überfasst, so dass der ursprüngliche Zustand schnell wieder hergestellt werden kann. aber so ist auch der Taufständer in die Gesamtgestaltung integriert und die Kirche noch schöner geworden.